Bei der Dienstplanung müssen viele Vorgaben zusammenpassen
In einem Krankenhaus entsteht jeden Monat ein eigener Plan je Station und Berufsgruppe. Die Planung übernimmt meist eine Stationsleitung neben ihrer eigentlichen Arbeit.
Qualifikationen
Jeder Dienst braucht die passende Mischung, zum Beispiel diplomierte Pflege, Pflegefachassistenz und Unterstützungskräfte.
Arbeitszeitregeln
Wochenstunden, Höchstarbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten müssen für jede Person stimmen. Bei Teilzeit gelten die Stundenwerte anteilig.
Mindestbesetzung
Tagsüber, am Abend und in der Nacht gelten unterschiedliche Vorgaben, an jedem Tag der Woche.
Drei Ergebnisse aus denselben Eingaben
Sie beschreiben die Station einmal. Aus diesen Angaben berechnet der Planer drei Ergebnisse.
Dienstplan nach Regeln
Der Planer verteilt die Dienste so, dass die Mindestbesetzung je Qualifikation gedeckt ist, und prüft dabei die konfigurierten Regeln: Höchstarbeitszeiten, Pausen, Ruhezeiten und Teilzeitanteile.
Zusätzlich verfügbares Personal wird bevorzugt im Frühdienst eingeplant.

Personallücken je Qualifikation
Reicht das Personal nicht aus, endet die Planung nicht mit einer Fehlermeldung. Sie sehen, wie viele Stunden in welcher Qualifikation fehlen.
Sie sehen den Engpass vor Monatsbeginn und nicht erst im laufenden Dienst.

Personalbedarf in VZÄ
Aus Regeln und Mindestbesetzung berechnet der Planer die kleinste Besetzung je Qualifikation in Vollzeitäquivalenten (VZÄ), mit der beides einhaltbar ist.
Das Ergebnis gilt für die eingegebenen Annahmen und lässt sich auf sie zurückführen.

Was der Planer im Alltag berücksichtigt
- Urlaub, Krankenstand und Fortbildung
- Abwesenheiten tragen Sie je Person ein. Der Plan berücksichtigt sie, und die Sollstunden passen sich an.
- Faire Nacht- und Wochenenddienste
- Nächte und Wochenenden verteilen sich anteilig zum Beschäftigungsausmaß. Wer keine Nachtdienste macht, bekommt keine.
- Wunschfrei
- Dienstplanwünsche fließen in die Planung ein. Die Auswertung zeigt, welche Wünsche erfüllt wurden und welche nicht.
- Änderungen ohne neuen Plan
- Fällt jemand aus, passt der Planer nur die Dienste an, die sich ändern müssen. Der übrige Monat bleibt, wie er ist.
- Von Hand eingreifen
- Sie setzen einzelne Dienste selbst und fixieren sie. Der Planer plant um diese Dienste herum und meldet, wenn eine Regel verletzt würde.
- Drucken und exportieren
- Der fertige Plan lässt sich als Monatsübersicht drucken und als CSV-Datei weitergeben.
So funktioniert es
Sie beschreiben Ihre Station einmal. Danach entsteht jeder Monatsplan aus denselben Angaben.
1 Regeln festlegen
Wochenstunden, Höchstarbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten sind als Parameter hinterlegt und lassen sich anpassen.
2 Mindestbesetzung angeben
Sie legen fest, wie viele Personen je Qualifikation in jedem Dienst benötigt werden.
3 Personalliste eintragen
Sie geben für jede Person die Qualifikation und das Beschäftigungsausmaß an, dazu Urlaube und andere Abwesenheiten.
4 Plan erhalten
Der Planer berechnet den Dienstplan, zeigt fehlendes Personal je Qualifikation und den Personalbedarf in VZÄ.
Dieselbe Logik für andere Berufsgruppen
Regeln, Dienste und Qualifikationen sind Eingaben und nicht fest eingebaut. Ob sich die Planung für eine andere Berufsgruppe eignet, hängt von deren Diensten, Qualifikationen und Regeln ab.
Pflege
Entwickelt am Beispiel einer österreichischen Pflegestation mit diplomierter Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP), Pflegefachassistenz (PFA), Pflegeassistenz (PA) und Hilfskräften.
Ärztinnen und Ärzte
Für ärztliche Dienste gelten andere Regeln und Qualifikationen. Sie lassen sich auf dieselbe Weise eingeben. Erprobt ist bisher nur die Pflege.
Medizinisch-technische Dienste
Auch hier lassen sich Qualifikationen, Dienste und Mindestbesetzung beschreiben. Bezeichnungen und Regeln sind frei benennbar, deutsche ebenso wie österreichische.
Sprechen wir über Ihre Station
Wir zeigen Ihnen den Planer mit den Regeln, Diensten und der Besetzung Ihrer Station. Ihr Ansprechpartner ist Laurin Wischounig.